Axes

Ein kleines Dorf in Schweden. Gränsfors und die Äxte.

Gränsfors – ein Dorf in Schweden, vier Stunden nördlich von Stockholm, ein gewundener Fluss, weite Felder und Wälder, klassische rote Holzhäuser, und je näher man kommt, desto deutlicher nimmt man die rhythmischen Schläge wahr, die aus der Schmiede im Herzen des Ortes dringen. Auch über ein Jahrhundert nach Gründung des Unternehmens ist Gränsfors Bruks – was so viel wie „Gränsfors Werk“ bedeutet – noch immer tief am namengebenden Ort des Entstehens verwurzelt. Und das, obwohl die Geschichte des Axtherstellers von grundlegenden Umbrüchen geprägt ist.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann in Nordschweden die Blütezeit der Holzfällerei, die einen enormen Bedarf an Äxten mit sich brachte. Ab 1868 verdingten sich zunächst zwei ortsansässige Sensenschmiede in der Herstellung der gefragten Holzwerkzeuge, 1902 schließlich legte einer der beiden das Fundament für eine Schmiede, die ausschließlich der Produktion von Äxten gewidmet war – die Geburtsstunde von Gränsfors Bruks.

Präzise Handarbeit. Qualitativ hochwertige Äxte.

Jede einzelne Axt von Gränsfors Bruks geht durch die kundigen Hände von mindestens vier Mitarbeitern, die vom Schmieden und Schleifen über das Scheuern und Abziehen bis hin zur Stielung jeden Arbeitsschritt so verfeinert haben, dass zuvor umfangreiche Nachbearbeitung schlicht überflüssig geworden ist. Der Stolz über die gelungene Arbeit geht so weit, dass jeder Gränsfors Axtkopf mit den Initialen des Schmieds versehen ist.

Auch umweltschädliche Lacke, Lösungsmittel und Kleber gehören bei Gränsfors Bruks der Vergangenheit an – die Stiele aus Hickoryholz werden traditionell mit einem Holzkeil befestigt, und eine kaschierende Behandlung der Stahl- und Holzoberflächen ist aufgrund der Qualität der Verarbeitung nicht nur entbehrlich geworden, sie würde die ursprüngliche Schönheit der Produkte nur unnötig verbergen.

Verlorengegangenes Wissen über Äxte und ihre Anwendungsgebiete zu sammeln gilt bei Gränsfors Bruks heute als Grundvoraussetzung für verbesserte Neuentwicklungen – ein Anliegen, von dem nicht nur das firmeneigene Axtmuseum mit über 2.000 Exemplaren unterschiedlichsten Alters und verschiedenster Funktionen zeugt. Auch das breite Sortiment, das insgesamt über dreißig hochfunktionale Modelle aus den Bereichen Forstäxte, Spaltäxte, Blockhausbau- und Zimmermannswerkzeuge, Doppeläxte und historische Äxte umfasst, zeigt: Die Auswahl der richtigen Axt sollte nicht im Vorbeigehen getroffen werden. Jedes der Werkzeuge ist für die Benutzung im kleinen Maßstab und für ganz konkrete Anwendungsgebiete ausgelegt.



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